Projekt Schwarmkunst


„Gib mir ein O“

– Ein Projektbericht über eine spannende Auseinandersetzung von Schülerinnen und Schülern aus einer 5. Klasse der Eichendorff-Mittelschule –

Trailer zu dem Projekt

Film zu dem Projekt

2016 hat der Verband Stadtkultur Bayern eine Projektreihe unter dem Titel „Gewebe“ ins Leben gerufen. Auch in Erlangen wird es hierzu viele Projektbeiträge geben, dazu wird gesondert ein Programm mit dem Titel „Gib mir Stoff“ erscheinen.

Im Rahmen dieser Projektreihe wird der Kulturpunkt mit der Eichendorff-Mittelschule die Auftaktveranstaltung am 07. Mai während der „Grünen Art“, dem Stadtteilfest rund ums Brucker Seela präsentieren. Unter Anleitung der Textilkünstlerin Ingrid Modlmayr erarbeitet die 5. Klasse Ganztagsschule in Begleitung der WTG-Lehrerin Christina Gundel, ein „Schwarmkunstprojekt“.

IMG_2463

Geplant ist, dass Ingrid Modlmayr mit einer Schulklasse zusammen aus alten Jeans in einfacher Knüpftechnik ein Netz erstellen wird, das dann am 06.05. ( mit Hilfe des Umweltamtes und mit einem Baumkletterer) im und am Brucker Seela, sowie an Bäumen am Brucker Seela installiert wird.

Das Netzwerk greift den Gedanken der Nachhaltigkeit auf, indem alte Jeans upgecycelt werden, die Hosenbeine werden zu Schlaufen geschnitten und miteinander als Netz verknüpft. Aus den Gesäßtaschen entsteht an einem gesonderten Baum eine „Wunschbauminstallation“, hier können BesucherInnen Wunschzettelchen (werden von SchülerInnen verteilt, Aktion wird auch von den SchülerInnen angeleitet) in die kleinen Jeanstäschchen stecken. IMG_2444

In Form von „Schwarmkunst“ wird die Idee der Installation am Stadtteilfest „Grüne Art“ zwischen 13 und 18 Uhr an die BesucherInnen weitergegeben. „Ich geb´ Dir ein O“, mit diesem Satz überreichen SchülerInnen BesucherInnen eine Jeansschlaufe und regen an, an dem Kunstwerk weiterzubauen. Mit diesem Stück Stoff transportieren sie auch die Idee, die hinter dem Kunstwerk steckt, nämlich der Gedanke der Nachhaltigkeit; das Leben wächst aus dem Wasser heraus, nimmt verschiedenste Wege, um dann im Bachlauf wieder in das Wasser zurückzukehren und zu was Neuem, Anderen zu werden (Lebenskreislauf, der Lauf der Dinge). Während die BesucherInnen ihr „O“ an das bereits bestehende Kunstwerk anknüpfen, setzen sie sich mit dieser Idee auf ihre ganze eigene Weise auseinander und haben so die Möglichkeit, ihre Gedanken an andere BesucherInnen weiterzugeben – eben ganz praktisch, indem sie anderen ein „O“ mit einem kurzen Input zur Idee weitergeben. So werden aus BesucherInnen eines Stadtteilfestes „SchwarmkünstlerInnen“, die ganz niedrigschwellig zum Teil eines Kunstwerkes, zu KünstlerInnen wurden und andere angeregt haben, ebenso an der Idee weiterzuspinnen.

In der Woche vor der „Grünen Art“, also am 2. – 4. Mai (05. Mai ist Feiertag) kommt Frau Modlmayr in die Schule, um gemeinsam mit den SchülerInnen, Frau Gundel und ihrer Kollegin Manuela Rückert das Projekt durchzuführen.

Der Auftakt der Projektwoche ist ein Besuch des Brucker Seelas am 02.05., um vor Ort die Idee zu erklären und vielleicht für die SchülerInnen zu visualisieren. An diesem Termin ist auch Ursula Kern aus dem Kulturpunkt anwesend sein, um noch ein wenig über „Schwarmkunst“ zu berichten. Nun bleiben drei Tagen je von 8.30 Uhr – 16.00 Uhr, um ans Praktische zu gehen, Jeans zu zerschneiden, Netzwerke, Gespinste und Ideen zu knüpfen. Ebenso werden die SchülerInnen auf ihren „Einsatz“ direkt am Stadtteilfest vorbereitet werden, so dass sie aktive SchwarmkünstlerInnen sein können. Das Ganze soll auch thematisch mit Spielereien aufgelockert werden, z.B. Hüpfparade und verrückten Spielchen mit – aus Jeans.

Das Projekt wird durch die Videokünstlerin Alla Werr dokumentarisch begleitet.

 

2016 Grüne Art_Warner_O knüpfen

2016 Grüne Art_Warner_Schwarmkunst Netz