Fernweh-Forum


Die Veranstaltungsreihe „Fernweh-Forum“ ist ein monatlicher Treff für alle Reise-Interessierten.piktogramm rollstuhl

Berichte in Form von Dia- oder Überblendschauen wechselnder ReferentInnen werden – so weit möglich – mit landestypischen Gerichten angeboten.

Ziel ist es, Informationen über Reisen und Reisemöglichkeiten in fremde Länder, über die Menschen und ihre Kulturen weiter zu geben und außerdem ein Forum für den Erfahrungsaustausch unter Interessierten zu bieten.

Wenn Sie bei uns Ihre Adresse oder Ihre E-Mail hinterlassen, informieren wir Sie gerne über die kommenden Vorträge.

Die Veranstaltungen finden jeden 2. Donnerstag im Monat (Oktober bis April) statt.

Hier kann der aktuelle Flyer heruntergeladen werden.

Organisation: Anneliese Martin


 
Donnerstag, 10. Oktober 2019, 19 Uhr,  Einlass 18.30 Uhr, 4 € / 3 €

Bretagne – Land am westlichen Ende von Europa

 Referent: Sepp Martin

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Auch wenn die Anreise im Auto mit 1.500 km recht weit ist und der Wettergott in der Bretagne stets zu Scherzen aufgelegt ist, haben die Martins viele Urlaube in dieser herrlichen, wilden und naturbelassenen Gegend verbracht.
Die Bretagne bietet einzigartige landschaftliche Kontraste. Schroffe und steil abfallende Felsenküsten auf der einen und türkisfarbenes Wasser und weiße Sandstrände auf der anderen Seite. Das Leben wird ganz von den Gezeiten bestimmt. Wenn sich das Meer bei Ebbe kilometerweit zurückzieht, legt es bizarre Felslabyrinthe frei. Dann ziehen die Muschelsammler*innen los, die Fischerleute kommen zu ihren Austernbänken und holen Nachschub für den Markt. Das zeigt der Vortrag genauso wie die malerischen Hafenstädte. Überall trifft man auf Spuren der Vergangenheit. Besuchen Sie mit den Martins Menhire und Dolmen aus der Jungsteinzeit, aber auch die Relikte aus den Kriegen der jüngsten Vergangenheit wie Festungsanlagen und den U-Boothafen in Lorient. Sie beobachten die Kitesurfer*innen bei ihrem waghalsigen Tun im starken Wind und besuchen traditionelle Umzüge und Märkte.

 

 

Donnerstag, 14.11.19, 19 Uhr,  Einlass 18.30 Uhr, 4 € / 3 €

Äthiopien – Der Norden
Vom Dach Afrikas zum tiefsten Punkt des Kontinents

Referent: Herbert Zick

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Heute erzählt das Biologen-Ehepaar aus Erlangen in großartigen Bildern, untermalt mit stimmungsvoller Musik, von seinen Erlebnissen im Norden Äthiopiens, einem einzigartigen Land, geprägt von landschaftlicher und kultureller Vielfalt: auf den Inseln im Tana-See besuchten sie Klöster und Kirchen, deren Ursprung bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Eine Hochgebirgswanderung führte sie in die Welt der Blutbrustpaviane. In Aksum, dem historischen und religiösen Zentrum Äthiopiens, erlebten sie ein großes Pilgerfest. Im Gheralta Gebirgsmassiv wanderten sie zu abgelegenen Dörfern, um das einfache Leben der Bauernfamilien kennenzulernen.

Von über 4.000 m Höhe ging es dann zum tiefsten Punkt des Kontinents: auf einer Expedition in der Danakil Wüste übernachteten sie neben Kamelkarawanen und beobachteten, wie unter extremen Bedingungen Salz abgebaut wird. In Dallol bewunderten sie phantastische, farbige Salzstrukturen und als Höhepunkt näherten sie sich bis auf wenige Meter einem brodelnden Lavasee, der kurz vor dem Ausbruch stand.

Der Vortrag zeigt nicht nur die landschaftlichen Höhepunkte, sondern auch in vielen menschlichen Begegnungen die Probleme des Landes.


Donnerstag, 12.12.19, 19 Uhr,  Einlass 18.30 Uhr,  4 € / 3 €

Von Schneebergen, Pandabären und Frauenschuhen – Ein Streifzug durch das Hengduan-Gebirge in Südwestchina

Referent: Stefan Lang

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Zusammen mit einem einheimischen Führer und einem Fahrer bereiste Stefan Lang bereits dreimal China. Die Reisen führten ihn in das Hengduan-Gebirge im Südwesten des Landes, das die nordöstliche Fortsetzung des Himalaya darstellt. Es erstreckt sich über 1.000 km weit vom Norden Myanmars bis hinein in die chinesische Provinz Sichuan. Das Gebirge erreicht dabei Höhen bis 7.500 m. Die Tour führte durch die Nationalparks Siguniang-shan, Huanglong (Bild) und Jiuzhaigou. In diesen spektakulären Schutzgebieten findet man bunte Kalktuff-Seen und zahlreiche Wasserfälle liegen inmitten tiefer Schluchten dieser einzigartigen Bergwelt.
Das Gebiet ist unter anderem die Heimat der berühmten Pandabären. Aber auch seltene Bergaffen leben hier in Höhen bis 4.500 m. Mit über 18.000 Pflanzenarten gehört das Hengduan-Gebirge zu einem der fünf botanischen Hotspots weltweit. Vor allem der Reichtum an Orchideen in dieser Region, wie z.B. der Frauenschuh, ist weltweit einmalig.

 

 


Donnerstag, 09.01.20, 19 Uhr,  Einlass 18.30 Uhr, 4 € / 3 €

Kennst du das Land, wo die Zitronen blüh’n? – Kampaniens traumhafte Küstenlandschaft

Referent: Peter Bäumler

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Nur wenige Regionen Italiens besitzen eine derartige Fülle kultureller Höhepunkte und landschaftlicher Attraktionen wie Kampanien. Ausgangs- und Endpunkt einer zweiwöchigen Fahrradtour, die das Ehepaar Bäumler unternahm, ist die zu Unrecht verrufene, quirlig-liebenswerte Metropole Neapel mit ihrem für mitteleuropäische Verhältnisse chaotischen Verkehr, wo sich die beiden Radelnden aber kein einziges Mal unwohl fühlten. Sie verbrachten mehrere Tage in der mit Sehenswürdigkeiten gespickten Stadt. Immer am Fuß des mächtigen Vesuvs entlang, fuhren sie zu den UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten Pompeji und Herculaneum. Über Sorrent ging es zur beeindruckenden Amalfi-Küstenstraße mit ihren am Steilhang gelegenen Ortschaften. Die Großstadt Salerno, die bestens erhaltenen griechischen Tempel von Paestum und der wenig besuchte Cilento-Nationalpark waren weitere lohnenswerte Ziele der Reise. Trotz fehlender Radler-Infrastruktur ist Kampanien für ein „giro in bicicletta“ erstaunlich gut geeignet – nicht zuletzt wegen der netten und aufgeschlossenen Italiener*innen.

 


Donnerstag, 13.02.20, 19 Uhr,  Einlass 18.30 Uhr,  4 € / 3 €

Mit dem Rad durch Kirgistan – Auf der Seidenstraße mitten in Zentralasien

Referent: Jorgos Megos

Februar-Kirgistan-Megos

Ein Ehepaar unternimmt eine Radreise quer durch Kirgistan, das Land der Berge, Gletscher und wilden Flüsse. Mit einer Durchschnittshöhe von 2.800 m und somit höher gelegen als die Schweiz, ist diese Tour sicherlich nicht so einfach wie die auf dem Donau-Radweg. Begleiten Sie die beiden auf dieser abenteuerlichen Reise. Spüren Sie die körperlichen Strapazen auf diesem Teil der Seidenstraße, mitten im Herzen Zentralasiens, mit seinen extremen Temperatur-Unterschieden, der hohen Trockenheit, aber auch der grandiosen Berglandschaft und einer faszinierenden Kultur, die für alle Mühen entschädigt. Gewinnen Sie einen Einblick in das Leben der Nomadenfamilien, wie es ist in Jurten zu übernachten und dazwischen auch mal den Sattel zu wechseln. Erfahren Sie, wie die Perle Kirgistans, der außergewöhnliche See Issyk-Kul, wirklich entstand. Dabei lernen Sie viel über Land und Leute und bekommen Ideen und nützliche Tipps für eine eigene Radreise. Finden Sie heraus, warum ausgerechnet Kirgistan das Reiseziel der beiden wurde und was es mit Baba Klara auf sich hat.

 

 


Donnerstag, 12.03.2020, 19 Uhr,  Einlass 18.30 Uhr,  4 € / 3 €

Quer durch Mallorca – Ein Muss für jeden Wanderer

10 Jahre Fernweh-Forum mit Sektumtrunk

Referent*in: Almut und Günter Simon

März-Mallorca-Simon

Mallorca ist Europas Ferienziel Nummer eins. Von Deutschland aus ist es das beliebteste Urlaubsziel, mit knapp 4 MIllionen deutschen Gästen pro Jahr. Aber Urlaub auf Mallorca muss nicht immer Strandurlaub bedeuten. Die Insel bietet weit mehr als nur Sonne, Meer und Strandvergnügen.

Zahlreiche Wanderwege führen durch wahre Landschaftsparadiese. Völlig zu Recht gilt Mallorca als attraktives Wanderziel im Mittelmeer. Das bedeutet dort vor allem eins: Wandern auf dem GR 221, dem 140 km langen Weitwanderweg „Ruta de Pedra en Sec“- auf deutsch „Trockenmauerweg“ – durch die Berglandschaft der Serra de Tramuntana. Seit 2011 gehört dieser Gebirgszug zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Auf historischen Bergpfaden, alten Köhlersteigen und kunstvoll gepflasterten Pilgerwegen durchquerten Almut und Günter Simon die Insel von Port d`Andratx im Südwesten nach Pollenca im Nordosten. Auf ihrer mehrtägigen Wanderung entlang der wilden Nordküste bestiegen sie spektakuläre Gipfel, entdeckten die schönsten Hochtäler und wanderten entlang fantastischer Steilküsten.


Donnerstag, 11.04.2019, 19 Uhr,  Einlass 18.30 Uhr,  4 € / 3 €

Spanien – Ein Portrait der iberischen Halbinsel

Referent: Steffen Ramer

April-Spanien-Ramer

Seit vielen Jahren gehört Spanien zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen – aber weite Teile des Landes abseits der Meeresküsten sind davon meist nicht betroffen. Neugierig auf Land und Leute, machte sich Steffen Ramer mit seiner Kamera auf, die Vielfalt des Landes jenseits der Pyrenäen zu erkunden. Sein Weg führte von den grünen Felsküsten Nordspaniens durch wüstenhafte Landstriche über zahlreiche Gebirge bis zu den Stränden des Mittelmeers. Aquädukte, Moscheen, Kathedralen und Trutzburgen entlang der Route sind steinerne Zeugen einer wechselvollen Vergangenheit. Bei seinen Streifzügen mischte er sich unter Wallfahrer*innen und besuchte ausgelassene Fiestas. Er erhielt Einblick in die Gitarrenherstellung und schaute bei der Orangenernte den Arbeiter*innen über die Schultern. Mit seinem Campingbus erreichte er das „Ende der Welt“ am Cabo Fisterra. Er schlenderte gemütlich über die Boulevards von Madrid und wanderte in Begleitung eines eigensinnigen Esels durch die Berge Kataloniens. Nach zwölf Reisen auf die iberische Halbinsel ist ein Portrait entstanden, das auch unbekannte Seiten Spaniens zeigt.